Beachvolleyball am Gleisdreieck

Aufschlag – Annahme – Baggern – Pritschen

Beachvolleyball

Aufschlag – Annahme – Baggern – Pritschen – und Ball rüber auf die andere Seite... Uff, das war anstrengend genug und nur ein einziger Spielzug! Volleyball in der Halle ist ja schon ziemlich schweißtreibend, aber wie ist es erst im Freien, in knöcheltiefem Sand, bei 30 Grad im Schatten und unbarmherzig brennender Sonne? Wir wollten es wissen! Nach fünfeinhalb Tagen Arbeit in der Woche unterziehen wir uns diesem Härtetest, dieser Strapaze in unserer Freizeit. Einige von uns waren „auf Strecke“ erst einige Wochen oder Monate trocken und clean. Nein, nein, es ist durchaus der vielzitierte „Fun-Faktor“ mit im Spiel. Uns lockte die Anfang Juni eröffnete „Beach-61-Volleyball-Anlage“ nahe dem Gleisdreieck, inmitten der City, nur eine Viertelstunde Fußweg von unserem Synanon-Haus entfernt. Also sehen wir unsere sportliche Betätigung im Freien als Ausgleich zur mitunter monotonen täglichen Arbeit. Außerdem gilt auch hier der oft gehörte Spruch: „Die Teilnahme ist entscheidend – nicht der Sieg.“

Die Stimmung vor Ort während der ersten beiden Aktivitäten einer kleinen Schar unerschrockener (unentwegter?) Beach-Fans aus unserer Suchtselbsthilfegemeinschaft war sehr gut, obgleich uns ein dürftiger Platz am Rande der Anlage gleich neben stachligem Gebüsch zugewiesen wurde. Aber wartet’s nur ab, sagten wir uns, noch dreimal Training und wir spielen so souverän, dass wir uns den besten Platz selbst aussuchen können. Na, jedenfalls war unser Enthusiasmus schier ungebrochen, wir hatten riesigen Spaß und Bock auf mehr. Apropos mehr: Da fällt mir Meer ein - schöner wäre sicher so ein richtiger „Beach“, d. h. mit See oder gar Meer in Sicht- und Reichweite. Ist es aber nicht, und so begnügen wir uns mit anschließendem Duschen und witziger Spielanalyse:

„Mensch Markus, fass den Ball doch endlich mal richtig an und nicht wie ein rohes Ei!“ Oder: „Werner, du oller Wühler, du solltest den Ball übers Netz befördern und nicht selber wie ein Fisch drin zappeln!“

So viel sei verraten: Wir bleiben am Ball und haben uns vorgenommen, jeden Samstagnachmittag – wenn möglich bis zum ersten Frost – zu spielen. Unsere Motivation sind dann immer wieder neue Sprüche zum Schmunzeln wie:

Wirklich wohl wird sich nur fühlen, wer heftig kann im Sande wühlen.

Jedermann kapiert’s im Nu: Beachvolleyballern ohne Schuh’.

Und schließlich gilt es zu begreifen, löchrige Socken abzustreifen!

In diesem Sinne: Synanisten, ’ran ans Netz! Aufschlag – Punkt – Satz – und Sieg!

Klaus-Peter W.

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