11. Drachenbootrennen um den Elefanten-Cup des Anti-Drogen-Verein e. V. (ADV) 2010

11. Drachenbootrennen des ADV

Alle Mann in einem Boot


Hier geht es zum offiziellen Video:

>>>>Im Zeichen des Drachen<<<<


Sonntag, 20.06.2010 08:00 Uhr. Im Synanon-Haus in der Bernburger Straße 10 sitzen 25 Bewohner beim Frühstück und unterhalten sich aufgeregt. Alles scheint wie immer, doch heute ist einiges anders…

Heute ist der Tag, auf den wir seit Wochen hingearbeitet haben, heute ist der Drachenboot Elefanten-Cup des ADV. Wie jedes Jahr kämpfen 34 Teams darum, in 3 Anläufen auf 250 m Renndistanz, die schnellste Zeit und somit den Gesamtsieg einzufahren.

Das Wetter ist uns (wie immer beim Elefanten-Cup) wohl gesonnen und beschert uns strahlenden Sonnenschein. Die Liegewiese am See füllt sich nach und nach, und alle warten gespannt auf das erste Rennen. Um 10 Uhr ist es soweit, Synanon, mit der Startnummer 1, beginnt das Rennen gegen die Truppe „Das Amt“ vom Bezirksamt Spandau. Bevor wir in das Boot steigen kommen alle ganz eng zusammen und Uli stimmt alle noch mal ein:

„Ruhe im Boot, Blick gerade aus und solange paddeln bis der Steuermann Stop sagt!“

Wir steigen ins Boot und los geht’s!

Auf dem Weg zum Ausgangspunkt üben wir noch mal einen Start. 4 – 10 – Übergang – und 15 Schläge hintendran! Der Steuermann gibt uns noch ein paar kleine Tipps während wir langsam an den Startpunkt gleiten. „Abstoppen und Paddel raus!“, schreit der Steuermann.

Jetzt geht’s los…

ARE YOU READY - (alle gehen mit ihren Rudern in die Auslage),
ATTENTION - (alle Ruderblätter ins Wasser)…
GOOO!!!...

Vier kräftige Schläge, 10 kurze Schläge, Ü-ber-gang und dann möglichst gleichmäßig im Rhythmus…

Steffen, unser Trommler, nimmt die Frequenz der Schlagleute auf und gibt den Takt vor. Der Start ist super, wir kommen gut weg und haben auf den ersten 30 Metern schon eine halbe Bootslänge Vorsprung. Jeder ist voll konzentriert und geht mit der Bewegung seines Vordermannes mit.

Das andere Boot ist nicht mehr zu sehen… Nach ca. 100 Metern merkt kaum einer im Boot, dass der Trommler nicht mehr trommelt, der Takt ist schon ins Blut übergegangen. Doch aus den Augenwinkeln sieht man plötzlich jemanden in der Nähe unseres Bootes im Wasser…

Es ist unser Trommler, und bevor man richtig realisieren kann was passiert ist, stößt eine kräftige und hohe Welle unser Boot zur Seite und alle 18 Paddler ins Wasser.

Wir hatten keine Chance… das Boot ist gekentert.

Das andere Boot hat die Welle schon kurz nach dem Start erwischt und versenkt. In wenigen Sekunden haben uns die Rettungsboote der DLRG umkreist und einige von uns aus dem Wasser gezogen. Die anderen versuchen mit dem Boot im Schlepptau ans Ufer zu gelangen. Das Boot ragt nur noch mit der Spitze aus dem Wasser und droht zu sinken.

Der Steuermann unseres Bootes taucht ab und befestigt ein Tau am Bug des Bootes um es mithilfe eines Motorbootes an Land zu ziehen. Völlig erschöpft erreichen wir den Steg am Ufer und suchen den Weg durch die schaulustigen Massen zu unserer Liegestelle. Nach wenigen Minuten kommt die Durchsage über die Lautsprecher „Das Rennen wird wiederholt wenn alle anderen Mannschaften ihre Rennen bestritten haben…genug Zeit zum ausruhen und Kraft tanken!

Die Stimmung ist gut, Musik dröhnt aus den Lautsprechern und allmählich erreicht uns eine einladende Wolke vom Grill, der am Eingang steht und unser Hungergefühl weckt. Gegrilltes Fleisch, Kuchen, Schokoriegel und natürlich Kaffee kann man gegen Essensmarken eintauschen.

Das Wiederholungsrennen rückt näher und so langsam versammeln wir uns am Steg. „Das Amt“ wartet schon und strotzt vor Selbstvertrauen. Doch unser Siegeswille ist stärker! Nach den anfänglichen Turbulenzen wollen wir es allen zeigen. Der Ablauf ist bekannt, wir kommen alle noch mal zusammen, legen unsere Hände aufeinander und schreien 3x laut: „Wer sind wir?…SYNANON!!! Wer sind wir?…SYNANON!!! Wer sind wir?…SYNANON!!!“

Wir paddeln zum Startpunkt und gehen in die Auslage…los geht’s! Der Start ist nicht ganz optimal, aber der Streckenschlag konstant mit einer guten Frequenz. Auf den letzten 50 m erhöhen wir noch mal das Tempo und erreichen mit 01:12:48 min die zweitbeste Zeit.

Zurück an Land erwartet uns schon das hauseigene Filmteam um Frau Unfried und stellt einige Fragen zum gewonnenen Rennen. Sofort finden sich gesprächsbereite Synanisten und geben ein Interview.

Die Wartezeiten zwischen den Rennen sind lang und werden durch diverse Angebote, wie z. B. die Übertragung des WM-Spiels Italien : Neuseeland oder das Stapeln von Cola-Kisten überbrückt. Ein mit Netzen umzogenes Gerüst schützt die Zuschauer vor herumfliegenden Kisten. Der Kandidat wird mit einem Seil gesichert und beim Einsturz des Turmes abgefangen. Zwei unserer Bewohner versuchen sich an der Herausforderung einen neuen Rekord aufzustellen und scheitern kurz vorm Ziel am Gleichgewicht der Kisten…

Im zweiten Rennen treten wir gegen SpritNix an, die im ersten Rennen die beste Zeit von 1:11:44 min hingelegt haben. Hoch motiviert und mit vollem Elan fahren wir auch diese Gegner in Grund und Boden. Diesmal ist der Start optimal gelaufen, aber die Frequenz war ausbaufähig. Die Zeit ist mit 1:12:80 min langsamer als unsere Erste. Trotzdem sind wir als Gewinner aus diesem Duell hervorgegangen. Uns ist allen klar, das letzte Rennen muss sitzen. Eine klare Zeit unter 1:11:00 min reicht um den Pott nach Hause zu holen.

Es ist soweit…

Das letzte Rennen des Cups, das Finale… Unser Gegner ist wieder das Team von SpritNix. Alle Teams stehen rund um den Steg, um das Rennen des Tages, Synanon vs. SpritNix, mit Begeisterung zu verfolgen. Unsere Zielrichtung ist klar, nicht nur gewinnen, sondern deutlich mit mindestens einer halben Sekunde Vorsprung ins Ziel zu rauschen.

Der Start ist kraftvoll, aber nicht perfekt…die Frequenz ist hoch und steigend…wir paddeln unermüdlich für den Sieg…der Vorsprung beträgt nach 100 m schon eine halbe Bootslänge…das Ziel kommt näher und näher…

Bei der Hälfte passiert es dann, da die Frequenz zu hoch ist, kommt das Boot aus dem Takt und verliert an Vorsprung und Zeit. Wir fahren zwar den Rennsieg ein, aber ob die Zeit gereicht hat, kann keiner genau sagen. Die Spannung wächst. Die genauen Zeiten werden bis zur Siegerehrung zurückgehalten und erst dann verkündet.

Der Verantwortliche des ADV rollt das Feld von hinten auf und beginnt mit den Schluss-Platzierungen. Jedes Team wird beglückwünscht und erhält einen kleinen Pokal. Die Spannung steigt ins Unermessliche umso näher die ersten Platzierungen kommen.

„Der dritte Platz geht an das Amt“ verkündet der Sprecher…

„Der Zweitplatzierte mit 3/10 Rückstand ist die STIFTUNG SYNANON!!!“

Die erste Reaktion unserer Paddler ist ein lauter Jubelschrei… Wir freuen uns, über die Leistung die wir gebracht und gezeigt haben… Darauf können wir stolz sein!

Gemeinsam verlassen wir die Siegerehrung und ernten Respekt der anderen Teams.

Und alle im Team sind sich einig…im nächsten Jahr ist der Pott unser…

Sascha R.

 

Weiterführende Informationen zum Event finden Sie auf der Internetseite des Veranstalters unter www.anti-drogen-verein.de

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