Teilnahme von Synanon am 37. fdr-Bundeskongress

Synanon beim 37. fdr-Bundeskongress

fdr

Synanon hatte  auf dem 37. Fdr-Kongress vom 26. und 27. Mai in Köln erneut die Möglichkeit das Leben in der Suchtselbsthilfegemeinschaft vorzustellen. Im Seminar „Teilhabe am Arbeitsleben“ stellte Alexander die „Arbeit in den Zweckbetrieben der Suchtselbsthilfe Synanon“ vor, während CMW im Vortrag „Sucht, Sturz ohne Netzwerk“ den suchtbedingten Verlust der sozialen Netzwerke und deren Wiedererlangung durch das Leben in der Selbsthilfegemeinschaft darstellte. Die Resonanz der Beiträge war durch eine lebhafte Diskussion im Anschluss festzustellen. Zwei weitere Mitbewohner Synanons beteiligten sich an der Tagung durch Aufbau und Besetzung eines Informationsstandes in der Lobby des Kongresshotels. Auch hier war das Interesse an unserer Arbeit groß.

Die gesamte Veranstaltung stand unter dem Motto »Unsere Arbeit – Eure Arbeit. Erfolgreiche Wege, um Arbeit für Suchtkranke zu schaffen«. Hintergrund der Tagung waren die immer größer werdenden Probleme, für Süchtige “….Arbeitsmöglichkeiten zu organisieren oder die Klientinnen und Klienten .... (wieder) in den Arbeitsmarkt zu integrieren…..”

Einmal mehr konnte man feststellen, wie stark immer noch die Marginalisierung der süchtigen Menschen in Deutschland ist, und wie stark die allgemeinen finanzpolitischen Probleme diese Gruppe immer weiter an den Rand der Gesellschaft drängen. Der immer stärker umkämpfte erste Arbeitsmarkt rückt dabei für Suchtmittelabhängige immer weiter in unerreichbare Ferne, denn viele Menschen ohne diese Krankheit haben dieselben Probleme bei der Suche nach Arbeit.

Zu erkennen war auch der aussichtslos erscheinende Kampf der Mitarbeiter der JobCenter, die kaum die Mittel haben, Suchtkranken langfristige Hilfen auf dem Weg in eine würdevolle Arbeit zu helfen. Viele Maßnahmen, so schein es, liefen, angesichts begrenzter Finanzmittel, nach kurzen Bewilligungszeiträumen ins Leere. Mittel, die für notwendige Maßnahmen gedacht waren, müssen für Verwaltungskosten verwendet werde.

Die Anwesenheit der interessierten und hoch motivierten Mitarbeiter der JC auf der Tagung war bereichernd und informativ, denn sie sind am Ende häufig diejenigen Personen, die den Unmut von allen Seiten ab bekommen.
Zudem hat die Tagung gezeigt, wie wichtig und wertvoll die Arbeit von Suchtselbsthilfegemeinschaften wie Synanon ist, denn diese Institutionen enthalten all die Komponenten - die bei der Reintegration von Süchtigen so viel kosten – in sich selbst, im Prinzip der Selbsthilfearbeit.

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