Teilnahme am 35. BundesDrogenKongress in Bremen

„Theorie und Praxis der Suchthilfe“

An der Hansestadt Hamburg vorbei fuhren wir am Sonntag gemeinsam zum BundesDrogenKongress nach Bremen. Ich freute mich darauf bei dieser Gelegenheit, eine neue Stadt und neue Menschen kennen zu lernen. Da es bei unserer Ankunft bereits 21:00 Uhr war, verbrachten wir den Rest des Abends im Hotel.
Am nächsten Tag begannen wir bereits früh mit dem Aufbau unseres Standes. Beim gemeinsamen Frühstück sprachen wir über die bevorstehenden Vorträge und wie wir unsere Stiftung an unserem Stand möglichst gut präsentieren könnten.

tl_files/synanon/aktuelles/News/14_05_2012/14.05.12_Bremen.jpgRonnie H. an unserem Informationsstand beim 35. BundesDrogenKongress in Bremen

Nach und nach trafen auch die Teilnehmer ein, die nicht wie wir im Hotel selbst wohnten. Gegen 10:00 Uhr war dann das Foyer des Kongresszentrums bereits mit vielen Menschen gefüllt, die in Gespräche vertieft waren oder sich an den zahlreichen Info-Ständen über die verscheiden Sucht-Hilfe-Einrichtungen informierten. Kurze Zeit später begann dann der offizielle Teil der Veranstaltung mit verschiedenen Grußworten und Reden. Im Anschluss folgten Vorträge zu unterschiedlichen Themen. Die Vorträge liefen parallel ab, man musste sich also für ein Thema entscheiden. Sehr interessant schien mir das Thema „Legal-Highs, neue Drogen – neue Vertriebswege – neue Gefahren ?!“ zu sein. Und so wurde ich denn auch nicht enttäuscht und hörte einen interessanten Vortrag über die Grenzen des BTMG. Zwischen den Vorträgen gab es immer wieder Pausen in denen Erfrischungen und kleine Snacks gereicht wurden. Aber bei einer Tasse Kaffee kam man immer wieder mit anderen Teilnehmer am Kongress ins Gespräch und so hatten wir oft Gelegenheit von der Arbeit unsere Sucht-Selbsthilfe-Gemeinschaft zu berichten.

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Die Teilnehmer des 35. BundesDrogenKongress tauschen in einem OpenSpace ihre Ideen und Erfahrungen aus.

Am Abend verbrachten wir unsere freie Zeit in der wunderschönen Altstadt von Bremen. Nach einem guten Essen ließen wir bei einem Spaziergang am Dom und dem Bremer Roland den Tag Revue passieren.
Nach den interessanten Vorträgen am Vortag wartete am letzten Tag des Kongresses eine Überraschung im Ablauf auf uns. Nach dem Frühstück wurden die Teilnehmer in einen s. g. OpenSpace und dessen Funktionsweise eingeführt. Der OpenSpace bestand aus verschiedenen Themen-Inseln an denen die Teilnehmer Themen wie „Alter und Sucht“ oder „Familientherapeutische Angebote“ diskutieren konnten. Ihre Gedanken und Ideen wurden an Pinnwänden gesammelt und boten so die Möglichkeit zum Einstieg ins Gespräch. Nach 4 Stunden intensiver Gespräche und Diskussionen wurden die Ergebnisse präsentiert und Empfehlungen für die weitere Arbeit der Suchthilfe formuliert.
Nachdem wir unseren Info-Stand und unsere Gepäck im Bus verstaut hatten machten wir uns auf die Heimreise nach Berlin. Vor allem in den persönlichen Gesprächen mit anderen Teilnehmern am BundesDrogenKongress konnten wir an den 2 Tagen in Bremen neue Erfahrungen und Ideen zum Umgang mit Sucht und Suchtarbeit sammeln. Außerdem war es interessant, die Sucht einmal aus der Sicht von Menschen zu betrachten, die nicht selbst von Ihr betroffen sind.

Thomas K.