Teilnahme an der Suchtselbsthilfekonferenz der DHS

„Medikamente: Nicht mehr alles schlucken! Selbsthilfe und die heimliche Volksdroge“

Am Wochenende vom 27.04. bis 29.04.2012 fand in Erkner bei Berlin eine Sucht-Selbsthilfe-Konferenz der DHS (Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen e.V.)  zum Thema "Medikamente: Nicht mehr alles schlucken! Selbsthilfe und die heimliche Volksdroge" statt. Als größte Selbsthilfegemeinschaft in Deutschland war unsere Teilnehme eine Selbstverständlichkeit. Die Konferenz begann ganz ruhig. Wir bauten unseren Stand im Foyer des Bildungszentrums Erkner auf und sahen uns anschließend die Gesprächsrunden mit prominenten Gästen und Betroffenen der Medikamentenabhängigkeit an. Es war interessant zu erfahren wie andere Selbsthilfegruppen mit dem Thema umgehen und überraschend wie sich auch hier wieder die Geschichten der Betroffenen mit denen unserer Bewohner glichen.

Am nächsten Tag machten wir uns schon früh auf den Weg nach Erkner. Nach einem Anschaulichen Vortrag zum Thema Medikamentenabhängigkeit fanden sich die Teilnehmer des Kongresses in verschiedenen Arbeitsgruppen zusammen. Themen waren z. B. „Motivierende Gesprächsführung“ oder „Echter Rausch kommt von Innen – Wie kann ich mein Potential nutzen?“. Ich selbst nahm an der Gruppe „Öffentlichkeitsarbeit/Vernetzung“ teil.

Nach einem kurzen Frage-Antwort-Spiel zum Kennenlernen wurden wir die Grundzüge der Öffentlichkeitsarbeit  eingeführt. Ganz entscheidend war für mich die Erkenntnis, dass es wichtiger ist was der Empfänger hören will als das was ich zu sagen habe. Wir teilten uns in Gruppen auf und suchten gemeinsam nach Slogans zum Thema Medikamente und Sucht die allerdings aus nur 5 Wörtern bestehen sollten. Im zweiten Teil ging es darum in Gruppenarbeit eine Informationsveranstaltung rund um das Thema Medikamentenabhängigkeit zu planen. Unsere Gruppe entschied sich für 3 aufeinanderfolgende Gruppenabende mit jeweils einem Fachgast, der die Gruppenteilnehmer aus seiner Sicht zu dem Thema informieren sollte. Am Ende des Tages wurden die Ergebnisse der einzelnen Arbeitsgruppen von den Veranstaltern und den Leitern der Gruppen zusammengefasst.Am letzten Tag der Konferenz gab es wieder einige interessante Vorträge z. B. zum Thema „Der süchtige Hirnstamm – Neurobiologische Veränderungen bei der Abhängigkeitsentwicklung“. Obwohl der Titel schwere Kost versprach, war der Vortrag leicht zu verstehen und gab einen sehr anschaulichen Blick in die Gefühlswelt eines Süchtigen bei und nach einem Entzug. Als wir uns an diesem Tag auf den Heimweg machten, nahmen wir viele neue Eindrücke und Ideen davon mit nach Hause, wie die Sucht-Selbsthilfe in Zukunft mit Medikamentenabhängigkeit umgehen sollte.

Thomas K.