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fdr-Bundeskongress

Synanon beim 39. fdr-Bundeskongress

Vom 11. bis 12. April 2016 fand der 39. fdr+suchthilfe+kongress des Fachverbandes Drogen- und Suchthilfe e.V. in Werder statt. Er stand unter dem Motto „»Suchtbelastete Eltern und ihre Kinder« Was kann Suchthilfe für Familien tun?“

Wir waren mit unserem Infostand vor Ort und sind damit auf großes Interesse gestoßen.

Unsere Kongressteilnehmer nahmen natürlich auch an den weiteren Angeboten des Kongresses teil und haben aus dieser fachlich hochwertigen Veranstaltung interessante Erkenntnisse für unsere Arbeit mitnehmen können.

Ein Bericht von Dr. Christan Walz, Mitglied im Erweiterten Vorstand unserer STIFTUNG SYNANON:

Das Thema des fdr Drogenkongresses vom 11.-12. April 2016 war "Suchtbelastete Eltern und ihre Kinder - Was kann die Suchthilfe für Familien tun". Der Ort der Tagung war der Resort am Schwielowsee in Werder.

Die Thematik ist für uns, die Bewohner von Synanon und den Vorstand der Stiftung, sehr wichtig und jede Veranstaltung, die damit verbunden ist, unverzichtbar. Ob nun im Umgang mit Anfragen oder im Dialog bei Präventionsveranstaltungen - suchtbetroffene Familien und besonders deren Kinder sind für Synanon nunmehr seit 45 Jahren sehr wichtig und als Problemgruppe jederzeit willkommen. Viele Eltern mit Kindern waren bereits Bewohner in Synanon und haben dort Nüchternheit, Frieden und einen besseren Weg für die Zukunft gefunden. Nicht wenige Kinder wurden auch in den vielen Jahren des Bestehens in der Gemeinschaft und damit in Sicherheit geboren.

Uns ist aus Erfahrung sehr wohl bewusst, wie schwer es Eltern mit einem Suchtproblem haben gesellschaftlich adäquate Hilfe und Unterstützung zu bekommen. Viele Suchtherapieeinrichtungen können Kinder nicht gemeinsam mit den süchtigen Eltern aufnehmen und über den gesamten Tag betreuen. Ganz abgesehen davon ist auch eine Eltern-Kind Therapie zeitlich begrenzt und die grundlegende Familien-Arbeits-Sucht-Problematik auf längere Sicht nur verschoben. Die Belastung der Kinder geht oft nach der Therapie einfach wieder von vorne los und die Verzweiflung aller wird immer größer.
Selbstverständlich ist es für die Bewohner von Synanon deshalb sehr interessant neue Ansätze im Umgang mit Kindern aus betroffenen Familien kennen zu lernen.

Ganz besonders interessant war für mich in diesem Zusammenhang am zweiten Tag das Seminar "Stärkung der Bindungsqualität drogenabhängiger Mütter". Es wurden Beziehungsproblematiken bei abhängigen Müttern gezeigt und auch mit kleinen Filmen veranschaulicht. Die theoretischen Grundlagen der dargestellten Fehlverhalten von schwer belasteten Müttern veranschaulichten dann die Gründe dafür und ermöglichten das Verständnis für Hilfsmaßnahmen in der Unterstützung der Mütter. Dennoch bleibt das Thema an vielen Stellen belastend und es fällt einem immer wieder schwer nicht zu urteilen. Immerhin zeigt eine solche Veranstaltung, dass wir in der Suchthilfe nicht alleine sind mit den scheren Folgen der Abhängigkeit!

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