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Die Synanon-Idee

Nach der Idee Synanons trägt jeder suchtmittelabhängige Mensch die Fähigkeit in sich, wieder ein drogenfreies Leben zu führen, wenn ihm der geeignete Rahmen dafür geboten wird. Diesen Rahmen bietet unsere 1971 in Berlin-Kreuzberg von Betroffenen für Betroffene gegründete Synanon-Gemeinschaft. Die Menschen in Synanon geben sich gegenseitig Hilfe zur Selbsthilfe und lernen so miteinander und voneinander, ein sinnerfülltes und zufriedenes Leben ohne Drogen zu führen.

Die Basis des Zusammenlebens ist die strikte Einhaltung der für alle Mitglieder der Suchtselbsthilfegemeinschaft geltenden drei Regeln.

  • keine Drogen, kein Alkohol, keine bewusstseinsverändernden Medikamente
  • keine Gewalt oder deren Androhung
  • kein Tabak, wir rauchen nicht

 

Die Synanon-Gemeinschaft

Gemeinschaft wird gelebt und gemeinsame Erfolge werden gefeiert - Die Synanon-Fußballmannschaft hat in der Drogenliga wieder einmal den Pokal gewonnen. Die Freude ist allen anzusehen. Der Trainer (Holger, links im Bild) bedankt sich bei seiner Mannschaft.

Die Synanon-Gemeinschaft ist eine Vereinigung, in der Süchtige und Suchtgefährdete ohne Drogen, Alkohol, Tabak und sonstige Suchtmittel und ohne Kriminalität und Gewalt zusammen leben. Als Vorbild diente zunächst das Buch „Synanon - The Tunnel Back“ des polnischen Kriminologen und Psychologen Lewis Yablonski, der darin die Entstehung und die Prinzipien der von Chuck Dederich im Jahre 1958 in den USA gegründeten gleichnamigen Suchtselbsthilfe beschreibt. Aufgabe von Synanon ist es, hilfesuchenden süchtigen Menschen Zuflucht vor ihrer Sucht zu geben, sie in die Synanon-Gemeinschaft aufzunehmen, ihnen ein Zuhause zu bieten und die Möglichkeit, ein selbstbestimmtes und eigenverantwortliches Leben ohne Suchtmittel und ohne Kriminalität zu erlernen. Es gelten keinerlei Aufnahmebeschränkungen für eine Aufnahme in die Synanon-Gemeinschaft.

Grundlage des Zusammenlebens sind die seit der Gründung unverändert bestehendenund bewährten drei Grundregeln (siehe Erklärung: Die Synanon-Regeln). Alle Mitglieder der Synanon-Gemeinschaft können regelmäßig an den mehrmals wöchentlich stattfindenden internen Gruppengesprächen teilnehmen, in denen das Thema Sucht und Nüchternheit und der tägliche Umgang damit im Mittelpunkt steht. Jedes Mitglied von Synanon soll bemüht sein um Ehrlichkeit zu sich selbst und anderen gegenüber sowie um ein aufrichtiges Interesse an allen anderen Bewohnern der Synanon-Gemeinschaft.

Die erste Synanon-Gemeinschaft in Deutschland wurde 1971 in der Rechtsform eines eingetragenen Vereins von Betroffenen für Betroffene gegründet. Die im Jahre 1982 gegründete STIFTUNG SYNANON soll dieses Werk fortführen und langfristig sichern.

Jeder neue Bewohner wird bei seiner Aufnahme in die Gemeinschaft über diese schon seit der Gründung von Synanon aufgestellten Regeln informiert. Jeder, der sich an diese Regeln hält, kann bleiben, solange er will.

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